Hinter den Kulissen

Ich habe für die Erstellung von Filmen einen festen Ablauf. Zuerst habe ich natürlich eine Idee. Dann schaue ich, ob ich die nötigen Materialien (Sets, Figuren, Requisiten) habe, um diesen Film in die Realität umzusetzen. Meistens trifft dies zu. Dann schreibe das Drehbuch. Dies ist nicht nur wichtig, um genügend Redezeit einzuplanen, sondern auch, damit ich vorher weiß, wie ungefähr alles auszusehen hat und was alles ins Bild muss. Wenn ich damit fertig bin, kann ich das erste Set bauen. Ich drehe zuerst immer alls Szenen an dem einen Set, dann an dem nächsten und so weiter. Wichtig für die Sets ist, dass möglichst viele Details reinkommen und dass es möglichst realistisch ist. Bei kleinen Figuren sind meine Möglichkeiten natürlich begrenzt, da in einem zu vollen Set auch immer die Gefahr besteht, dass ich beim Drehen etwas umschmeiße.

Viele Tipps und Ideen habe ich mit Hilfe eines Buches gesammelt. Das Buch heißt "Stop Motion Animation". Durch dieses Buch lernte ich auch mit "VirtualDub" umzugehen, welches die Software ist, mit der ich noch heute die Bilder zusammenfüge. Er empfohl mir damals die Frame Rate "12 pro sek", weil die Videos aber sehr abgehackt und unprofessionell wirkten, entschied ich mich letztendlich für "20 pro Sekunde". Das heißt, pro Minute brauche ich 1200 Bilder. Und mein längster Film auf YouTube, also "Eine Weihnachtsgeschichte" dauert 27 Minuten lang. Also komme ich am Ende auf etwas über 32 Tausend Bilder. So viele Bilder machen die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben nicht. Allerdings produzieren auch nicht alle Menschen Stop Motions.

Zu einem Film voller Magie gehören natürlich auch ein paar Special Effects. Für diese verwende ich hauptsächlich die Programme "Gimp" und "Video Deluxe". Gimp brauche ich, um einzelne Bilder zu bearbeiten und Deluxe, um ganze Videos zu verändern. Dank dem sehr teuren Deluxe Paket ist es mir zum Beispiel auch möglich, Green Screen zu verwenden. Ein Effekt, den ich sehr viel für den Film "Dementoren beim Quidditsch" brauchte. Gimp ist inzwischen ein selten verwendetes Mittel geworden, aber ich nehme es für Explosionen, Zaubersprüche und den Schwebeeffekt. Alle Effekte kommen in "2 Grindelwalds" zum Einsatz.

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